Was die Ernährungstherapie so wichtig macht

Gesundheit und Krankheit hängen wesentlich von der Ernährung ab. Doch mittlerweile leiden etwa Dreiviertel der Gesamtbevölkerung der BRD an ernährungsbedingten Erkrankungen wie etwa Übergewicht, zu hohen Blutfettwerten, Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen und vielem mehr. Die richtige, gesunde Ernährung erhält und fördert die Funktionen von Stoffwechsel, Kreislauf und Immunsystem und beeinflußt auch die Geschwindigkeit des Alterungsprozesses.

Doch inzwischen ist es nicht mehr ganz so einfach, sich gesund zu ernähren. Täglich werden wir mit neuen Schlagzeilen von Rinderwahnsinn bis Schweinepest, Food- Design und Gentechnologie konfrontiert. Zudem erfahren wir monatlich von einer anderen Illustrierten, welche Diät die beste ist, durch die wir die zuviel gewordenen Pfunde dauerhaft und endgültig loswerden können.

Veränderte Ernährungsgewohnheiten, denaturierte oder schädliche Nahrungsmittel und in zunehmendem Maße auch Umweltgifte, machen es dem Menschen nicht mehr leicht, sich gesund zu ernähren. Aber dennoch: Mit ein bisschen Eigeninitiative ist es auch heutzutage möglich, sich gesund zu ernähren und damit Krankheiten vorzubeugen.

Von den Kindern lernen!

Zunächst einmal sollten wir unsere Essgewohnheiten betrachten. Diese werden oft von den Normen und Bedürfnissen anderer bestimmt. Wir essen meist nicht, wenn wir wirklich Hunger haben, sondern zur Essenszeit. Wir haben gelernt, unseren Teller leerzuessen, auch wenn wir keinen Hunger mehr haben.

Wir essen beim Arbeiten, Lesen und Fernsehen, auf dem Weg nach Hause, und weil es schnell gehen muss, oft auch Produkte von mangelhafter Qualität. Gesunde Kinder haben oft noch ein ausgeprägtes Appetitsteuerzentrum: Sie wissen genau was und wie viel sie essen wollen. Es sei denn, sie werden von den Erwachsenen gezwungen, dann zu essen, wenn das Essen auf dem Tisch steht.

Essen mit Freude und Genuss!

Essen soll auch Spaß bereiten und den Gaumen erfreuen, es darf nicht zum Zwang werden und nicht in der Hektik untergehen. Nehmen Sie sich Zeit, und besinnen Sie sich auf das Essen. Decken Sie den Tisch mit Liebe und essen Sie nichts wogegen Sie eine Abneigung haben. Gehen Sie maßvoll mit Produkten um, auf die Sie einen Heißhunger verspüren. Essen Sie nicht, wenn Sie zornig und aufgeregt sind, nicht zu spät und nicht zu heiß. Fünf kleine Mahlzeiten auf den Tag verteilt, sind besser als zwei große.Vertrauen Sie Ihren Instinkten – sie sind Ihr bester Ratgeber!

Setzen Sie auf Qualität!

Die Qualität der Nahrung spiegelt sich in der Qualität unserer Gesundheit, denn die Nahrung die Sie essen, verwandelt sich nicht nur in die Energie, die Sie zur Verfügung haben, sondern ist der Ausgangsstoff für die Bausteine, aus denen unser Körper zusammengesetzt ist. Lebensmittel aus anerkannt ökologischer Landwirtschaft bieten zwar keinen allumfassenden Schutz vor den Umweltgiften, sind aber in jedem Fall schadstoffärmer und schmecken einfach besser. Auch durch die Verwendung von vernünftigem Geschirr, wie z.B. Gemüsegarsieb, Wok oder Dampfkochtopf bleiben in den Nahrungsmitteln Vitamine und Mineralstoffe weitestgehend erhalten.

Energie durch lebendige Nahrung!

Über die Frage, welche Nahrungsmittel in welcher Zusammenstellung die besten sind, streiten sich Ernährungswissenschaftler und Nahrungsmittelhersteller. Einleuchtend ist, dass ein lebendiger Organismus wie unser Körper, möglichst auch lebendige, das heißt naturbelassene Nahrung, wie Obst, Gemüse, Salat, Sprossen, Nüsse und Samen, zu sich nehmen sollte.

Unumstritten ist aber auch, dass viele von uns, sei es durch Ernährungsfehler aus der Vergangenheit oder durch Erkrankungen, eben diese Lebensmittel nicht mehr vertragen können. Für diese Menschen gilt besonders, dass Sie sich für eine Ernährungsumstellung Zeit nehmen und unter Umständen für eine gewisse Zeit strenge Regeln beachten müssen.

Natürlich Vollwert!

Natürlich schmecken uns Eiscreme und Pizza, Schokolade und Tiramisu, wir müssen auch nicht gänzlich darauf verzichten, sollten uns aber bewusst machen: Natürlich sind sie eben nicht! Sich an die vollwertige Ernährung, so weit wie es Ihnen möglich ist, anzunähern und trotzdem (oder gerade deshalb), die Freude am Essen nicht zu verlieren – Ihre Gesundheit ist diesen Versuch in jedem Fall wert!

Die Bausteine für eine vollwertige Ernährung sind neben einem möglichst hohem Rohkostanteil, Vollkorngetreide und -produkte und naturbelassene Fette, wie kaltgepresste, unraffinierte Öle und Butter. Fleisch- und Wurstwaren, Milch und gesäuerte Milchprodukte sowie alle Konserven, Fertiggerichte und Genussmittel, sollten nur in Maßen auf unserem Speisezettel stehen.

Hauptanwendungsgebiete

Bei Übergewicht, Herz- und Kreislauferkrankungen, Rheuma, Arthritis, Gicht, Bluthochdruck, chronischen Darmerkrankungen, Allergien, Osteoporose, Immunschwäche, Zahnkaries, Diabetes, Fettsucht und erhöhten Cholesterinwerten.

Wichtig: ausreichend Trinken!

Nicht nur unser Körper auch unser Planet besteht zu etwa 70% aus Wasser. Daher ist es nur natürlich, dass wir, um unseren Körper gesund und leistungsfähig zu erhalten, ihm auch täglich etwa 70% Wasser zukommen lassen müssen. Dies kann in Form von Getränken oder in Form von wasserhaltiger Nahrung, wie z.B. Obst geschehen. Wasser, am besten kohlensäurefreies Mineralwasser oder frisches, sauberes Quellwasser, steht dabei ganz oben in der Hitparade, der für uns am gesundheitserhaltensten Getränke.

Wasser befördert Abfall und Giftstoffe aus unseren Zellen und scheidet sie aus. Testen Sie am besten selbst, wenn Sie müde und abgespannt sind, wie ein Glas Wasser Ihre Energie wieder ins Fließen bringt und Ihre Konzentration und Leistungsfähigkeit steigert.

Entschlackend wirken auch Kräutertees, die nach Erkenntnissen der Phytotherapie nicht nur Wasserstoff und Kohlenstoff enthalten, sondern auch Spurenelemente wie Phosphor, Schwefel und Eisen, sowie Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium. Ungünstig ist, während oder gleich nach dem Essen zu trinken, weil dann Ihre Verdauungssäfte verdünnt werden und der Verdauungsprozess verlangsamt wird.

Weiterlesen